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Bereits am Morgen des dritten Tages stand für Bernhard fest, dass er krankheitsbedingt absteigen muss. Der Entschluss, dass wir zu zweit weitergehen, wurde gemeinsam gefasst (auch Bernhard war dafür). Schweren Herzens und mit schweren Füßen bedingt durch die Vortage – jedoch gestärkt durch ein Spitzenfrühstück – marschieren wir um 8:30 Uhr los. Die Fotos vom 3. Tag gibt es hier.

Die Blasen wurden ausgiebig versorgt – der Poncho sicherheitshalber angezogen, da starkes Nebel-Reissen herrschte. Wir wandern die durch die Obere Dullwitz und nähern uns dem Graf-Meran-Steig. Schon von weitem hören wir die Murmeltiere – später bekamen wir sie gemeinsam mit einigen Gämsen zu sehen. Der Nebel wird mit zunehmender Höhe eher dichter und so kommen wir ziemlich geschlaucht nach knapp 2 Stunden am Schiestlhaus an.

Ein warmer Tee tut uns gut. Wir entschließen uns, den Gipfel des Hochschwab’s wegen Nebel und Wind unterhalb zu umgehen, was uns auch im dritten Anlauf gelingt (zweimal beim Schiestlhaus falsch abgebogen). Unser heutiges Ziel sollte die Sonnschienhütte sein, jedoch gehen unsere Überlegungen dahin, ein Stück weiter zu gehen, um einen entspannten 4 Tag zu haben und zeitig heimzukommen.

Am Hochschwab-Pateau beginnt es ab dem Fleischer-Biwak nach und nach aufzureißen und wir können die Schönheit dieses Gebiet immer wieder mal erhaschen. Doch der Weg ist lang und endlich erreichen wir so gegen 15:30 Uhr die Häuselalm. Die Hütte ist sehr schön – die Wirtin ausgesprochen nett. Doch unser Weg sollte noch weitergehen – knapp eine Stunde später erreichen wir die Sonnschienhütte. Sofort nach der Ankunft stand für uns fest, dass wir trotz zusätzlicher 2stündiger Gehzeit unser Lager auf der Pfaffingalm aufschlagen werden. Sowohl der Wirt als auch die Hütte überzeugten auf der Sonnschienhütte in keinster(!) Weise.

Eine Stunde später erreichen wir die Androthalm – genau rechtzeitig, um dem 15 minütigen Regen zu entkommen. Schließlich sehen wir die Pfaffingalm. Es ist mittlerweile halb 7 und wir sind beide ziemlich fertig. Die beiden Halter Hermann und Gerti sowie der Hund Resi empfangen uns sehr freundlich. Der Abend verlief hervorragend: Open-Air-Dusche, Putenschnitzel mit Gemüsepfanne, Butterschlagen und viele interessante Gespräche machten den Abend einzigartig. HERZLICHEN DANK DAFÜR!

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